Musiker*innen
TRIO Rudi Flores
Zwei Gitarren und Kontrabass



Rudi Flores und Tomás Bordalejo Gitarren, Romain Lecuyer Kontrabass
Rudi Flores und Tomás Bordalejo Gitarren, Romain Lecuyer Kontrabass
Der „Tango auf der Gitarre“ von Rudi Flores ist untrennbar von folkloristischen Einflüssen geprägt. Mit seiner besonderen rhythmischen Grundlage – einer Art pulsierender „Pompe“, die bisweilen an den Manouche-Stil erinnert – ruft er das erdige, rauhe Gesicht des frühen Tangos in Erinnerung. Es ist jener ursprüngliche Tango aus einer Zeit, als die „unermüdlich arbeitende Gitarre“, wie Jorge Luis Borges sie nannte und liebte, das zentrale Begleitinstrument war – noch vor der Ankunft des Bandoneons, dessen klagender Ton später das Genre prägen sollte, noch vor Glanz, Inszenierung und spektakulären Entwicklungen. Ein direkter, verkörperter Tango, fast wie ein Blues – reduziert auf das Wesentliche: die tiefe Nacht, eine Gitarre, ein Stuhl und ein Glas Rotwein. In ihm klingt der „Blues des Río de la Plata“ nach, der in weniger als einem Jahrhundert die nahe ländliche Welt in sich aufgenommen hat – mit ihren Dichtern, Mythen und folkloristischen Klängen, die bis zur Polka reichen. Diese musikalische Heimat von Rudi Flores trägt den Namen Chamamé. Obwohl die Gitarre eines der ursprünglichen Instrumente des Tangos ist, wurde sie von den sogenannten „Orquestas típicas“ lange Zeit unterschätzt. Dennoch hat sie über die Jahrzehnte hinweg ihre unverwechselbare Stimme bewahrt – nicht zuletzt dank großer Musiker wie Roberto Grela oder Aníbal Arias. In dieser Tradition steht auch Rudi Flores: Mit seinem ersten Album unter eigenem Namen macht er sich daran, dieses weniger bekannte, parallele Erbe des Tangos lebendig zu halten. Als wahrer „Künstler-Handwerker“ spielt Rudi Flores so selbstverständlich wie er atmet – nämlich unaufhörlich. Verwurzelt sowohl in den intimen Tangos der Innenhöfe als auch in der lebendigen Welt der Milongas, umgibt er sich mit einer Generation junger Musiker, die ihm aufmerksam folgen, die Energie dieser zutiefst sozialen Musik weitertragen und zugleich seine persönliche, beinahe geheimnisvolle Spieltechnik aufnehmen – eine Verbindung von Plektrum- und Fingertechnik, wie es der Ethnomusikologe Michel Plisson beschreibt. Wenn Tänzer anwesend sind, entsteht ein unmittelbarer Dialog: Musiker und Tänzer begegnen sich auf Augenhöhe. So öffnet sich ein besonderer Raum, in dem Milongas, Valses, Chamamés und Tangos seit den 1990er-Jahren gereift sind. Gemeinsam mit langjährigen Weggefährten und herausragenden Musikern – Tomás Bordalejo (Gitarre) und Romain Lecuyer (Kontrabass) in Paris sowie Leandro Nikitoff (Gitarre), Joaquín Althabe (Guitarrón) und den Brüdern Faggiano (Gitarre & Guitarrón) in Buenos Aires – präsentiert Rudi Flores erstmals dieses Repertoire, das er vollständig selbst arrangiert hat, mit Ausnahme von Palomita Blanca (Trio-Arrangement von Horacio Salgán).
Der „Tango auf der Gitarre“ von Rudi Flores ist untrennbar von folkloristischen Einflüssen geprägt. Mit seiner besonderen rhythmischen Grundlage – einer Art pulsierender „Pompe“, die bisweilen an den Manouche-Stil erinnert – ruft er das erdige, rauhe Gesicht des frühen Tangos in Erinnerung. Es ist jener ursprüngliche Tango aus einer Zeit, als die „unermüdlich arbeitende Gitarre“, wie Jorge Luis Borges sie nannte und liebte, das zentrale Begleitinstrument war – noch vor der Ankunft des Bandoneons, dessen klagender Ton später das Genre prägen sollte, noch vor Glanz, Inszenierung und spektakulären Entwicklungen. Ein direkter, verkörperter Tango, fast wie ein Blues – reduziert auf das Wesentliche: die tiefe Nacht, eine Gitarre, ein Stuhl und ein Glas Rotwein. In ihm klingt der „Blues des Río de la Plata“ nach, der in weniger als einem Jahrhundert die nahe ländliche Welt in sich aufgenommen hat – mit ihren Dichtern, Mythen und folkloristischen Klängen, die bis zur Polka reichen. Diese musikalische Heimat von Rudi Flores trägt den Namen Chamamé. Obwohl die Gitarre eines der ursprünglichen Instrumente des Tangos ist, wurde sie von den sogenannten „Orquestas típicas“ lange Zeit unterschätzt. Dennoch hat sie über die Jahrzehnte hinweg ihre unverwechselbare Stimme bewahrt – nicht zuletzt dank großer Musiker wie Roberto Grela oder Aníbal Arias. In dieser Tradition steht auch Rudi Flores: Mit seinem ersten Album unter eigenem Namen macht er sich daran, dieses weniger bekannte, parallele Erbe des Tangos lebendig zu halten. Als wahrer „Künstler-Handwerker“ spielt Rudi Flores so selbstverständlich wie er atmet – nämlich unaufhörlich. Verwurzelt sowohl in den intimen Tangos der Innenhöfe als auch in der lebendigen Welt der Milongas, umgibt er sich mit einer Generation junger Musiker, die ihm aufmerksam folgen, die Energie dieser zutiefst sozialen Musik weitertragen und zugleich seine persönliche, beinahe geheimnisvolle Spieltechnik aufnehmen – eine Verbindung von Plektrum- und Fingertechnik, wie es der Ethnomusikologe Michel Plisson beschreibt. Wenn Tänzer anwesend sind, entsteht ein unmittelbarer Dialog: Musiker und Tänzer begegnen sich auf Augenhöhe. So öffnet sich ein besonderer Raum, in dem Milongas, Valses, Chamamés und Tangos seit den 1990er-Jahren gereift sind. Gemeinsam mit langjährigen Weggefährten und herausragenden Musikern – Tomás Bordalejo (Gitarre) und Romain Lecuyer (Kontrabass) in Paris sowie Leandro Nikitoff (Gitarre), Joaquín Althabe (Guitarrón) und den Brüdern Faggiano (Gitarre & Guitarrón) in Buenos Aires – präsentiert Rudi Flores erstmals dieses Repertoire, das er vollständig selbst arrangiert hat, mit Ausnahme von Palomita Blanca (Trio-Arrangement von Horacio Salgán).







